Ausstieg aus einer religiösen Gemeinschaft

Früher war ich einmal Siebenten-Tags Adventist
Dann kam plötzlich alles anders...Und jetzt...
"Ready For Departure - Bereit zum Start"

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Über mich und die Kirche

Aufgewachsen bin ich in Thun am schönen Thunersee in der Schweiz. Ich bin 47 Jahre jung und auch heute noch in der Region heimisch. Für mich bedeutet „Ready for Departure – Bereit zum Start“ ein Aufbruch, bei dem ich nebenberuflich mehr Zeit in meine Herzensprojekte (Vorträge, Buchveröffentlichung) stecken und diese auch realisieren will. Bisher befand ich mich mit diesen, symbolisch gesehen, bloss auf dem Rollfeld.

Tatsächlich träumte ich im jungen Alter vom Fliegen und wollte später Pilot werden. Dieser Wunsch wurde durch die stark religiös geprägte Erziehung aber schon im Keim erstickt. Bis zu meinem 34.Lebensjahr wurde mein Leben weitestgehend fremdbestimmt und von den Lehren der Gemeinschaft der Siebenten-Tags Adventisten geprägt. Meinen adventistischen Eltern habe ich bezüglich meiner religiösen Erziehung nie etwas vorgeworfen. Auch sie wurden stark manipuliert.

Regelrecht indoktriniert wurden mir die Dogmen dieser heute weltweiten religiösen Glaubensgemeinschaft, deren Name viele Besucher meiner Website vielleicht noch nie gehört haben. So entwickelte ich als Kind und Teenager kein eigenes Welt-und Gottesbild und nahm Schritt für Schritt zuerst die Perspektive eines konservativen Siebenten-Tags Adventisten an. Etwas später im Leben als Voll-Mitglied dieser Freikirche waren meine Ansichten schon liberaler. Dann kam dieser Tag X, welcher fundamental alles komplett veränderte. Danach war kaum mehr etwas so, wie es einmal war.

Es gibt unzählige schriftliche Publikationen und öffentliche Aussagen von Vertretern dieser in den meisten Ländern der Welt tätigen Kirche. Die im Jahr 1915 verstorbene US-Amerikanerin Ellen G. White gilt als deren Gottesprophetin und eine der am meist übersetzten weiblichen Autorinnen des Landes. Ihre Schriften haben innerhalb der Gemeinschaft offiziell noch immer grosse Autorität, werden teilweise aber selbst von Mitgliedern kontrovers diskutiert.

1893 gründete die Weltkirchenleitung (Generalconference of Seventh-Day Adventist Church) die „International Religious & Liberty Association“, die „Internationale Vereinigung zur Verteidigung der Religions-und Gewissensfreiheit“. Es scheint für mich heute so, als hätten die Siebenten-Tags Adventisten eine Lehre nach „innen“ für ihre Mitglieder (28 Glaubenspunkte) und eine Lehre nach „aussen“ für alle Anderen (Religions-und Gewissensfreiheit). Adventisten vertreten offiziell zudem die Meinungsfreiheit. Kritikern wie mir wurde aber in der Vergangenheit gedroht, dass die Kirche bei Falschaussagen und Anschuldigungen im Ausnahmefall gerichtlich vorgeht.

Thunersee
Philipp Höhener Portrait 01
Vom Schatten zum Licht
28 Glaubenspunkte der Siebenten-Tags-Adventisten

Das Ende einer Täuschung

Seit Mai 2012 ist fast nichts mehr so, wie es einmal war. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde mein Bewusstsein kontrolliert. Dies beinhaltete weitestgehend die Kontrolle der Informationen, des eigenen Verhaltens, der eigenen Gedanken und gar Gefühle. Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass es primär andere Informationen waren, welche mich zum Nachdenken brachten und mich dann auch wachgerüttelt haben. Weshalb ich diese vielen kritischen Inhalte damals aber überhaupt an mich herangelassen habe, ich dann auch tatsächlich begann selbst nachzuforschen, bleibt bis heute ein Rätsel. Es war wohl einfach an der Zeit aufzuwachen.

Die Erkenntnis im Rahmen meiner damaligen Recherchen, dass meine Sichtweise auf unsere Welt zum grössten Teil manipuliert wurde, war ein Schlüsselmoment. Und ich hielt auch nicht inne mich zu fragen, was alles seit meiner Geburt auf einer Lüge aufgebaut ist. Es waren für mich teilweise schockierende Fakten, welche ich als solche für mich akzeptierte, auch wenn dies für mich bedeutete, dass innerhalb weniger Wochen mein ganzes Weltbild einzustürzen drohte. Dies war dann auch der Fall.

Mit meiner Öffentlichkeitsarbeit gewähre ich Interessierten einen Blick in meine frühere Welt, und aber auch zu neuen Perspektiven während und nach dem Ausstieg bei den Siebenten-Tags Adventisten. Fundamentale Glaubenssätze haben sich komplett aufgelöst. Stattdessen hat sich ein Bewusstsein eingestellt welches mir erlaubt, auch andere Sichtweisen einzunehmen. Eine davon stellt mein früheres judeo-christliches Glaubensfundament vollständig auf den Kopf und wirft ein ganz anderes Licht auf die Inhalte des alten Testaments und den „Kanon der Bibel“.

Nebst zeitlichen Ressourcen benötigt es für meine Projekte, dem Halten von Referaten und Vorträgen und schlussendlich einer finalen Buchveröffentlichung natürlich auch finanzielle Mittel. Für monetäre Spenden, falls Du mein Vorhaben damit unterstützen möchtest, bin ich sehr dankbar. Mehr Informationen dazu findest Du unter „Kontakt“.

Philipp Höhener Portrait 02
Eigenständiges Denken
Mein Leben Auf einmal Anders im Nachtcafé 03